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Aussendungen

Blecha und Khol befürworten umfassende Lösung bei Pflege und Betreuung

Presseaussendung vom 12.06.2007

Aussprache der Seniorenratspräsidenten mit Vizekanzler und Finanzminister Molterer

Nach einer Aussprache der beiden Präsidenten des Österreichischen Seniorenrates, Andreas Khol und Karl Blecha, mit Vizekanzler und Finanzminister Molterer, betonten beide Präsidenten die Wichtigkeit einer „umfassenden Lösung der derzeitige Pflege- und Betreuungsdiskussion.“ Die Diskussion der letzten Tage habe die Menschen verunsichert, am wichtigsten sei es deshalb, „den Menschen die Angst zu nehmen und die Amnestie zu verlängern“, wie Khol betonte. Blecha unterstrich den Wunsch der Seniorenvertreter nach wesentlichen Nachbesserungen bei der Neuregelung der 24-Stunden-Betreuung: „Die Förderungen müssen ausgeweitet, Demenzkranke stärker berücksichtigt werden.“

Eine von den beiden Seniorenratspräsidenten befürwortete Lösung muss aus vier Teilen bestehen:

1.)Bessere Einstufung, Berücksichtigung und Förderung von Pflege- und Betreuungsbedürftigen auf den Pflegegeldstufen 3 und 4, insbesondere von Demenzkranken.
2.)Zusätzliche Förderung bei der 24-Stunden-Betreuung auch für selbstständig tätige BetreuerInnen.
3.)Verlängerung der Amnestie bis zur Lösung der Übergangsprobleme.
4.)Die zusätzlichen Kosten müssen gerecht auf alle Gebietskörperschaften verteilt werden.

Bei der Finanzierung der neuen Pflege- und Betreuungsregelung dürfe sich niemand sperren, zumal „alle Gebietskörperschaften derzeit aufgrund der guten Wirtschaftslage über zusätzliche Steuereinnahmen verfügen“, wie Blecha betonte. Das Thema Pflege und Betreuung sei „viel zu wichtig für kleinliches Parteien-Hick-Hack“, sekundierte Khol.

Die bessere Berücksichtigung der Lebensrealität demenzkranker Menschen hatten beide Seniorenvertreter immer wieder gefordert. „Demenzkranke haben immer einen besonderen Betreuungsbedarf, sie sollten deshalb automatisch höher eingestuft werden, als bisher, etwa auf Pflegegeldstufe 3“, präzisierte Blecha. Khol unterstrich zudem die Bedeutung einer zusätzlichen Förderung für selbstständig tätige BetreuerInnen, da gerade diese Modell „ein wesentlicher Beitrag für leistbare und legale Betreuung in den eigenen vier Wänden“ sei.

Die beiden Vertreter des Sozialpartners Seniorenrat erwarten sich, dass im Spitzengespräch zwischen Molterer und Gusenbauer die entsprechenden Regelungen beschlossen, und dann rasch umgesetzt werden. „Wir werden sie dabei tatkräftig unterstützen!“, so Khol und Blecha einhellig.

Rückfragehinweis:
Mag. Wolfgang Braumandl
Österreichischer Seniorenrat
01/892 34 65
Sperrgasse 8-10/III, 1150 Wien

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