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Aussendungen

Blecha und Khol präsentieren aktuelle Anliegen der Senioren

Presseaussendung vom 25.06.2007

Pensionen, Pflege und Betreuung sowie Rezeptgebühren stehen im Mittelpunkt des Interesses

Anlässlich der morgen in Linz stattfindenden Vorstandssitzung des Österreichischen Seniorenrates präsentierten die Präsidenten Khol und Blecha in einer gemeinsamen Pressekonferenz die aktuellen Anliegen der überparteilichen Seniorenvertretung.

Als vorrangiges Anliegen der Senioren bezeichnete Präsident Karl Blecha dabei die jährliche Anpassung der Pensionen auf der Grundlage des Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) ohne Obergrenze. "Aktuelle Schätzungen zeigen, dass der nach dem PIPH errechnete Wert für die Pensionsanpassung für das nächste Jahr um 0,5 % höher liegen wird als jener nach dem VPI ermittelte Wert. Die zugesagte Werterhaltung der Pensionen ist nur durch Anwendung des PIPH zu gewährleisten." so Blecha der damit zusammenhängend auch die Kostenübernahme der Erstellung des PIPH durch den Bund, das Anhörungsrecht des Seniorenrates vor der jährlichen Pensionsanpassung und den Wegfall der Bestimmung, wonach die Pensionen im ersten Bezugsjahr nicht angepasst werden, forderte. Zur Sicherung einer leistbaren Betreuung und Pflege die ein weiteres besonderes Anliegen nicht nur der älteren Generation darstellt, begrüßte Präsident Dr. Andreas Khol, dass bereits erste wichtige Schritte wie etwa die Möglichkeit von selbstständigen Betreuern/innen, die Ausweitung einer zusätzlichen Förderung auf Pflegestufe 3 und 4 und die Verlängerung der Amnestie gesetzt wurden. "Der Richtlinien-Entwurf für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung mit der Einführung einer Vermögensgrenze von 5.000 Euro wird aber von allen Seniorenvertretern massiv abgelehnt" stellt Khol eindeutig klar und führte weiters aus, dass weitere Schritte, insbesondere die Herbeiführung einer nachhaltigen Finanzierung zwischen Bund, Länder und Gemeinden im Rahmen eines vorgezogenen Finanzausgleiches, folgen müssen.

Unabhängig davon bleiben die Forderung nach jährlicher Wertsicherung des Pflegegeldes nach dem Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH), die deutliche Anhebung höherer Pflegestufen sowie die verbesserte Einstufung von Demenzerkrankten weitere ebenso vordringliche Anliegen wie die flächendeckende Einführung des Studiums der Pflegewissenschaften so die Präsidenten unisono.

Die Begrenzung der Rezeptgebühren mit einer Obergrenze von zwei Prozent des Einkommens zur Entlastung chronischer Kranker und sozial Schwacher wurde von beiden Präsidenten in Folge ausdrücklich befürwortet und die Einführung dieser Begünstigung bis spätestens Jahresbeginn 2008 im Rahmen eines einfachen und leicht handhabbaren Modells gefordert.

Um im Bereich des Konsumentenschutzes verstärkt tätig werden zu können, verlangte Blecha weiters die umgehende Einräumung der Verbandsklagelegitimation für den Seniorenrat nach § 14 UWG und damit die längst fällige Gleichstellung mit den anderen Sozialpartnern.

Khol trat abschließend für die Wiedereinrichtung eigener Lehrgänge für die Seniorinnen und Senioren an den Universitäten ein und verlangte eine günstigere und den Einkommen der Senioren angepasste Regelung für die Studiengebühren.

Rückfragehinweis:
Mag. Wolfgang Braumandl
Österreichischer Seniorenrat
Tel.: 01/892 34 65
Sperrgasse 8-10/III, 1150 Wien

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