Dem Österreichischen Seniorenrat obliegt die gesetzliche Interessenvertretung von über 2,3 Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich.

Mayrhuber, Kostelka, Korosec: WIFO-Studien zu Pensionsvalorisierung, Konsumstruktur und Abgabenquote der Pensionshaushalte

PK 30 06 2021 © WIFO
  • PK 30 06 2021 Bild © W. Braumandl/Seniorenrat

Im Rahmen der Pressekonferenz des Seniorenrates am 30. Juni 2021 präsentierte Ökonomin Mag. Christine Mayrhuber die WIFO-Studien zu den Themen „Neue Formen der Pensionsvalorisierung für Österreich“ sowie „Konsumstruktur und Abgabenlast der Pensionshaushalte in Österreich“.

Die Seniorenratspräsidenten Dr. Peter Kostelka und LAbg Ingrid Korosec nahmen dazu wie folgt Stellung:

Senioren sind nicht Kostenfaktor, Senioren sind Wirtschaftsfaktor

Dr. Peter Kostelka:

„Wir haben deshalb die WIFO-Studien initiiert, weil die gesetzlich gültige, allein von der Inflationsrate abgeleitete Pensionsanpassungs-Formel unbefriedigend ist. Hintergrund: Seitdem das Gesetz 2004 beschlossen wurde, erfolgten inklusive 2021 17 Pensionsanpassungen. Lediglich 2 (!) Anpassungen wurden gemäß dieses § 108 f des ASVG durchgeführt. Ich wünsche mir eine robuste Pensionsanpassungs-Formel, die neben der Teuerung auch andere Faktoren wie etwa Lohnentwicklung, Wirtschaftswachstum, Produktivität und Wohlstandsteilhabe berücksichtigt. Damit soll sichergestellt werden, dass Pensionen Kaufkraft-gesichert bleiben und an der allgemeinen Wohlstandsentwicklung teilhaben. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die älteren Menschen auch einen beträchtlichen Anteil an Steuern zahlen.“ 

LAbg Ingrid Korosec:

„Wir brauchen dringender denn je einen Paradigmenwechsel, was das gesellschaftliche Bild der Seniorinnen und Senioren anbelangt – frei von überholten und diskriminierenden Klischees! Mehr noch: Wir brauchen endlich einen ehrlichen und fairen Diskurs über die ältere Generation! Denn wer von Kosten spricht, muss auch von Leistungen sprechen! Hier zeigen sich unsere vielen sozialen und wirtschaftlichen Stärken. Eine jährliche Steuer- und Abgabeleistung von 17 Milliarden Euro, jährliche private Konsumausgaben der Pensionistenhaushalte von 33,7 Millionen Euro – immerhin 27,2 Prozent der gesamten Konsumausgaben – und unbezahlte Arbeit im Gegenwert von 8,6 Milliarden Euro pro Jahr sprechen eine klare Sprache!“

„Die Pensionistinnen und Pensionisten sind kein Kostenfaktor, sondern ein Wirtschaftsfaktor. Gerade jetzt sind die Kaufkraft und die Steuerleistungen der Pensionisten wichtig für die Arbeitsplätze der Jungen!“, so beide Präsidenten unisono abschließend.

Die Aufzeichnung der Pressekonferenz kann nachgesehen werden unter https://youtu.be/mRF98CRtlww

Die Vollversion der Studien steht unterhalb zum Herunterladen bereit.

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