Dem Österreichischen Seniorenrat obliegt die gesetzliche Interessenvertretung von über 2,3 Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich.

Korosec und Kostelka unterstützen die Plattform „Euro-Bargeld 360 Grad“

Geld © W. Braumandl

    Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am 19. September die Plattform „Euro-Bargeld 360 Grad“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel der Plattform ist es - unter der Schirmherrschaft der Österreichischen Nationalbank - als Drehscheibe zwischen der Bevölkerung und der österreichischen Wirtschaft attraktive Rahmenbedingungen für den Erhalt des Euro-Bargeldes zu schaffen.

    Schleichende Abschaffung des Bargeldes muss verhindert werden

    Der Österreichische Seniorenrat als gesetzlich anerkannter Sozialpartner von über 2,4 Millionen Seniorinnen und Senioren spricht sich seit längerem vehement gegen die schleichende Abschaffung und für einen garantierten Fortbestand des Bargeldes aus.

    LAbg. Ingrid Korosec, vorsitzende Seniorenratspräsidentin zu den Zielen der Plattform: „Vor allem für die ältere Generation ist Bargeld unbestritten notwendig, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Bargeld bedeutet Sicherheit, Privatsphäre und Freiheit. Bargeld ist gedruckte Freiheit. Es ist sicher gegen Cyberangriffe, immer verfügbar und ermöglicht auch jenen Menschen gesellschaftliche Teilhabe, die mit der Digitalisierung nicht mithalten können oder wollen. Bargeld ist schnell, günstig und schlau. Schlau nicht nur für Kinder, die den Umgang mit Bargeld lernen, sondern auch für die Erwachsenen, die durch Bargeld einen besseren Überblick über ihre Ausgaben erhalten. Die Schuldnerberatungen weisen diesbezüglich auch darauf hin. Darum kämpfe ich für den Erhalt des Bargeldes wie eine Löwin.“

    Seniorenratspräsident Dr. Peter Kostelka zur Wichtigkeit von Bargeld: „Für die ältere Generation steht fest: Bargeld muss als Zahlungsmöglichkeit erhalten bleiben. Das ist auch im Sinne der Wirtschaft, denn Bargeld ist das „Notstromaggregat“ für die Wirtschaft. Jede/r Konsument*in soll selbst entscheiden können, wie sie oder er bezahlen möchte. Gerade Pensionist*innen nutzen häufig und gerne Bargeld und wollen dies auch weiterhin tun. Daher ist es notwendig, dass ein niederschwelliger Zugang zu Bargeld erhalten bleibt. Dafür müssen endlich wirksame Maßnahmen gegen die schleichende Ausdünnung der Bargeldversorgung durch die Schließung ganzer Bankfilialen oder Schalter zur Bargeldbehebung- und -einzahlung gesetzt werden. Wenn bargeldlose Zahlung und Online-Kauf Voraussetzungen sind, um günstige Konditionen zu erhalten, so stellt dies eine Diskriminierung eines Großteils der älteren Menschen dar, die der Seniorenrat so nicht hinnehmen wird.“

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