Dem Österreichischen Seniorenrat obliegt die gesetzliche Interessenvertretung von über 2,5 Millionen Seniorinnen und Senioren in Österreich.

Forderungen des Seniorenrates an die kommende Bundesregierung

PK 7 6 2024 © W. Braumandl / Seniorenrat

    Anfang Juni wurden seitens des Österreichischen Seniorenrates, als gesetzlich anerkannter Sozialpartner und Interessenvertretung von rund 2,7 Millionen älteren Menschen in Österreich, ein Katalog an Forderungen beschlossen.

    In der einer Pressekonferenz am 7. Juni präsentierten die beiden Präsidenten LAbg Ingrid Korosec und Dr. Peter Kostelka die Forderungen der Pensionistenorganisationen an die kommende Bundesregierung. Diese werden die Grundlage für Gespräche mit den Parteivorsitzenden aller im Parlament vertretenen Parteien sein.

    Sozialpartner der älteren Menschen fordert Gespräche mit den Parteiobleuten ein

    Das umfangreiche Papier ist in die Kapitel Pensionen und Armutsbekämpfung, Gesundheit, Pflege und Betreuung, Arbeit und Alter, Steuern und Teuerung, Altersdiskriminierung und Gesellschaft, Digitalisierung sowie Verkehr, Sicherheit und Bargeld unterteilt.

    An Forderungen zu Pensionen und Armutsbekämpfung wird beispielsweise ein neues Pensionsanpassungsmodell mit Berücksichtigung der Wohlstandsentwicklung sowie die Anhebung des Richtsatzes der Ausgleichszulage über die Armutsgrenze genannt. Am gesetzlichen Pensionsalter soll nicht gerüttelt werden, sehr wohl aber soll durch geeignete Maßnahmen das faktische an das gesetzliche Pensionsalter angenähert werden.

    Bei Gesundheit stehen u.a. neben dem uneingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung auch die Vorsorge und kostenfreies Impfen im Vordergrund.

    Hinsichtlich Pflege und Betreuung wird die nachhaltige Sicherstellung der Finanzierung und die rasche Fortsetzung der Pflegereform eingefordert.

    Beim Punkt Arbeit und Alter werden Vorschläge eingebracht, damit sich Arbeiten im Alter für alle lohnt.

    Unter Steuern und Teuerung werden notwendige steuerliche Maßnahmen – nicht nur für Ältere – aufgezählt und zur Kontrolle der Preisentwicklung die Gründung einer Teuerungskommission mit weitreichenden Befugnissen genannt.

    Zu Altersdiskriminierung und Gesellschaft wird das Ziel des öffentlichen Bewusstseins zum Thema Alter hervorgehoben und die Einrichtung eines eigenen Bundesministeriums für Altersfragen sowie Maßnahmen zum Kampf gegen die Einsamkeit gefordert. Neben weiteren Punkten wird die Aufnahme des Verbots der Altersdiskriminierung in die Verfassung verlangt.

    Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche - auch älterer Menschen. Dazu wird hervorgestrichen, dass niemand zurückgelassen werden darf und auch analoge Möglichkeiten bestehen bleiben müssen.

    Beim letzten Punkt Verkehr, Sicherheit und Bargeld werden Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und seniorengerechter Infrastruktur, Präventionsarbeit und der Erhalt der Annahmeverpflichtung und Verfügbarkeit von Bargeld aufgezählt.

    Das genannte Forderungspapier findet sich hier zum Herunterladen.

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